Es ist schwer, in diesen schrecklichen Zeiten positive Nachrichten zu verbreiten, aber ich denke, es ist mehr als wichtig, gerade wegen dieser Dinge das Bewusstsein für all die Schönheit der Natur auf der Welt zu bewahren. Das war immer meine Energiequelle und diese versuche ich zu behalten, egal was passiert, meine Bilder sollen den Menschen Trost spenden. Als ich vor zwei Jahren von der Hamburger Innenstadt an die Ostsee zog, bereits in der Erwartung, dass die Corona-Krise länger dauern würde, als alle damals dachten, hatte ich nicht nur einen sicheren Hafen im Auge, sondern auch einen Plan, um den schon immer meine Gedanken kreisten. Besucher in meinem Atelier in der HafenCity fragten mich immer „Können wir deine Bilder mal in einer Ausstellung sehen?“ und meine Antwort war immer „Hey, vielleicht, aber mit welchen Bildern?“.

Um es nicht zu spannend zu machen: Im November findet meine erste große Einzelausstellung statt und ich bin stolz, diese ankündigen zu können. Wie man sich vorstellen kann, sind meine Maßstäbe für eine passende Galerie nicht nur wegen der Größe meiner Bilder hoch und ich habe einen Partner an einem ganz besonderen Ort gefunden, weder in Hamburg noch in Deutschland, und etwas weiter entfernt als die meisten von mir erwarten würden. Sie findet in Kuwait City statt, im CAP – der Plattform für zeitgenössische Kunst Kuwait – eine Mischung aus Museum und Galerie, mit genügend Platz für meine Bilder. Sie besitzen bereits einige meiner Werke und fragten mich, weil die Leute meine Kunstwerke lieben, ob ich bereit wäre, eine Reihe von Kunstwerken für eine Ausstellung zu schaffen – und natürlich war ich froh, stolz und geehrt, ja zu sagen.

CAP bietet neben den Ausstellungen Führungen für Schulklassen, Workshops, Seminare, wöchentliche Filmvorführungen, Künstlergespräche und Podiumsdiskussionen an. Die Galerie umfasst auch eine öffentliche Bibliothek und besitzt eine der größten Sammlungen von Kunstbüchern in Kuwait.

Wir sehen uns im November in Kuwait
